Die Rohholzsorten

Das Rohholz wird anhand seiner Merkmale in Rohholzsorten zusammengefasst. Bestimmend dabei sind die Holzart, sowie Holzgüte und Entrindungszustand. Bezeichnet wird die jeweilige Sorte entweder nach dem zukünftigen Verwendungszweck oder basierend auf den Eigenschaften. Für die Bezeichnung von Rohholzsorten lassen sich eine Vielzahl in der Literatur wiederfinden. Die Benennungen können sich gegenseitig überschneiden oder teilweise auch nur von regionaler Bedeutung sein. Grundsätzlich lassen sich die Rohholzsortimente aber gliedern in:

–    Sägerundholz oder Stammholz: wird zum Erzeugen von Schnittholz in Sägewerken genutzt
–    Industrieholz: wird regional unterschiedlich auch als Papier- Hack- oder Schleifholz bezeichnet, dient dem chemischen und/oder mechanischen Holzaufschluss zur Verwendung in der Zellstoff- oder Holzwerkstoff-Industrie
–    Energieholz: wird zur Wärmeerzeugung genutzt

Sortierung Holzkontor Litzke: OSB (oriented structural board), MDF (Mitteldichte Faserplatte), LAK (Europaletten), LAS, Energieholz

Mengeneinheiten: Festmeter und Raummeter

Üblicherweise erfolgt die Feststellung der Holzmenge über das zuvor ermittelte Volumen aus Länge und Mittendurchmesser. Die Menge von Rohholz mit einem geringen Holzwert – besonders im Industrie- und Energieholzbereich – kann auch anhand des Gewichts und der Holzfeuchte ermittelt werden.

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Lebensraum Wald

Der Wald bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten ein attraktives Lebensumfeld. Ein friedliches Miteinander zwischen Tieren, anderen Pflanzen und Bäumen ist jedoch nicht immer möglich. Schädlinge können den Baumbestand vermindern!

Die Nonne (Falter)
Die Nonne (lat. Lymantria Monacha) ist ein Nachtfalter, der zur Unterfamilie der Trägspinner gehört. Auffälligstes Merkmal des Tieres sind die verschieden dicken und zackigen Bänder und Punkte auf den Flügeln. Besonders wohl fühlt sich die Nonne in dichten Fichten- und Kiefernwäldern. Ihre Raupen (Gelege) legt das Weibchen zwischen April und Juni in kleinen Paketen unter Rinden oder an glatten Baumbeständen ab. Bereits dadurch wird die Rinde des Baumes beschädigt und verhindert das natürliche Wachstum. Weiteren Schaden richtet das unter Förstern bekannte „Spiegeln“ an.

Der Zwölfzähnige Kiefernborkenkäfer
Ein weitaus mehr gefährlicherer Artgenosse für den Baum als die Nonne ist der zwölfzähnige Kiefernborkenkäfer (lat. Ips Sexdendatus). Dieser legt seine Brut nicht nur in der Rinde von Nadelbäumen ab, sondern besiedelt die Rinde der Bäume auch im Bereich der Borke. Was bleibt, ist ein ausgeprägtes Fraßbild. Der Borkenkäfer neigt zur Massenvermehrung und gilt deshalb als besonders hartnäckiger Waldschädling.

Der Kupferstecher
Der Kupferstecher (lat. Pityogenes Chalcographus), auch bekannt unter dem Namen „Sechszähniger Fichtenborkenkäfer“ gehört ebenfalls zur Unterfamilie der Borkenkäfer. Besonders verbreitet ist der Kupferstecher an Fichten, kommt aber auch gelegentlich an Lärchen und Kiefern vor. Dieser Käfer besiedelt die Baumrinde und ernährt sich von dem Bast- und Rindengewebe.
Fraßbild: Rammelkammer meist in der Rinde verborgen mit drei bis sechs sternförmigen Muttergängen, ähnelt einem Kupferstich

Der Buchdrucker
Der Buchdrucker (lat. Ips Typographus) ist auch unter dem Namen „Achtzähniger Fichtenborkenkäfer“ bekannt.

Typische Waldkrankheiten

Der Kiefernbaumschwamm
Eine der gefährlichsten Krankheiten für Ihren Baumbestand ist die Holzfäule, ausgelöst durch verschiedene Pilze. Nach Eintreten der Krankheit tritt an lebenden Bäumen eine Stammfäule auf und das Holz zersetzt sich.

Die Kiefernschütte
Als „Schütte“ wird im Allgemeinen ein vorzeitiges und massives Abwerfen der Nadeln bezeichnet.  Zu den wichtigsten Waldkrankheiten zählt die Kiefernschütte, die Ursache für einen vorzeitigen Nadelverlust ist. Hauptsächlich betroffen sind junge Bäume und Kieferkulturen. Auslöser ist der Schadpilz Lophodermium seditiosum.

Der Kienzopf (Kiefernrindenblasenrost)
Unter dem Namen „Kienzopf“ oder dem „Kiefernrindenblasenrost“ ist eine durch Rostpilze verursachte Krankheit bekannt und verbreitet. Sie befällt die Baumwipfel der Gemeinen Kiefer, der Schwarzkiefer und und anderer Kiefernarten. Der sogenannte Zopf stirbt dadurch ab. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Baumsterben kommen, wenn größere Bereiche der Krone oder des Stammes befallen sind. Eine Schutzmaßnahme gegen den Kienzopf gibt es nicht. Um zu verhindern, dass sich der Kiefernrindenblasenrost ausbreitet, können lediglich befallene Bäume aus dem Gesamtwald entnommen worden.

Holzhandel – OSB

Unter OSB-Platten oder Grobspanplatten (englisch oriented (strands) structural board), fallen Holzwerkstoffe, die aus langen und schlänken Spänen – so genannten „strands“ –  hergestellt werden. Eine grundsätzliche Daseinsberechtigung hatten diese Platten nicht immer, denn ursprünglich galten sie in den USA als Abfallprodukt der Furnier- und Sperrholzindustrie. Besondere Eigenschaft des Holzprodukts ist die hohe Biegefestigkeit, die durch die langen und schlanken Späne gewährleistet wird.

Verwendung finden OSB-PLatten als Bauplatten beim Rohbau und im Innenausbau, wo sie zum Beispiel als Wand- oder Dachbeplankung eingesetzt werden. Aufgrund der markanten Optik kommen sie auch bei dekorativen Arbeiten oder im Bau für Regale und Gestell zum Einsatz.


Holzhandel – MDF

MDF ist die Abkürzung für mitteldichte Faser, die Merkmal dieser Holzplatte ist. Die Dichte der Platte liegt zwischen der von Schnittholz und der von Nassfaserplatten. In diesem Holzfaserwerkstoff sind mehrere verschiedene Holzarten enthalten. Als KLassiker gelten Kiefer, Fichte und Buche, aber auch tropische Holze wie Eucalyptus und Akazie können enthalten sein. Die Zusammensetzung einer MDF-Platte ist von der Verfügbarkeit der Holzsortimente und von ihrem Verwendungszweck abhängig.

MDF-Platten in ihrer ursprünglichen Gestalt finden überwiegend im Innen- und Dachausbau Verwendung. Beschichtete Platten dienen als beispielsweise als Trägerplatten und werden für Küchenfronten genutzt. Auch für den Bau von Lautsprecherboxen werden sie eingesetzt.

Holzhandel – LAS / LAK

Abgeleitet von dem Begriff Langholzabschnitte unterscheidet sich LAS-Stammholz von anderen Stammhölzern besonders durch das Längenübermaß von 1 Prozent. In der Praxis wurde dies auf einen absoluten Wert von 10 cm erweitert. Für Stammhölzer, die kürzer sind, als 3 m, wird der Begriff LAK für „Langholzabschnitte Kurz“ gebraucht. Kennzeichnend für diese Hölzer  ist die Verwendung zur Herstellung von Schnittholz.